Bachelor-Vertiefung

Psychologie des Alters und
demografischer Wandel

in Angewandte Psychologie B.Sc.

  • Megatrend Demografischer Wandel
  • Flexibel neben dem Beruf studieren
  • 4 praxisnahe Module mit 24 ECTS

Bachelor-Vertiefung

Psychologie des Alters und demografischer Wandel

in Angewandte Psychologie B.Sc.

  • Megatrend Demografischer Wandel
  • Flexibel neben dem Beruf studieren
  • 4 praxisnahe Module mit 24 ECTS

Mit Gerontopsychologie gesellschaftlichen Wandel mitgestalten

Sie möchten sich beruflich auf einem zukunftssicheren und wachstumsstarken Arbeitsfeld positionieren? Sie interessieren sich für Psychologie und wollen gesellschaftlichen Wandel mitgestalten? Sie sind sich der Bedeutung zukünftiger demographischer Veränderungen bewusst und betrachten das Alter als wichtige Lebensphase?  

Dann ist die Bachelorvertiefung „Psychologie des Alters und demografischer Wandel“ eine interessante Option für Sie.  

In vier praxisnahen Modulen erarbeiten Sie sich wertvolle Kenntnisse auf dem Gebiet der Entwicklungspsychologie der Lebensspanne, der Altersforschung, dem glücklichen und erfolgreichen Altern, der Gesundheitsförderung im Alter und vielem mehr. Mit diesem akademischen Toolset schaffen Sie sich die nötige Voraussetzung, um am gesamtgesellschaftlichen Trend des demografischen Wandels partizipieren zu können.    

An der DHGS studieren Sie im Blended Learning Format, ein flexibles Fernstudium mit vertiefenden Präsenzseminaren. Dieser Ansatz bietet Ihnen genug Freiraum, um die Bachelor-Vertiefung im Bereich Gerontopsychologie berufsbegleitend oder als dual-kooperatives Studium zu absolvieren – und zwar ohne dabei auf den sozialen Austausch in Präsenzveranstaltungen verzichten zu müssen.  

Bei Ihrem Abschluss erhalten Sie zusätzlich zum Bachelor in Psychologie ein CAS (Certificate of Advanced Studies) in der Psychologie des Alters und demografischen Wandel.

Fordern Sie gerne unsere gratis Infobroschüre an, falls Sie das Studium interessant finden, oder lassen Sie sich kostenlos von unseren Expert*innen beraten.

Was sind Gerontopsychologie und demografischer Wandel?

Die Gerontopsychologie befasst sich dem Verhalten und Erleben von Menschen im hohen Lebensalter und kann als Teil der Entwicklungspsychologie betrachtet werden.  

Das Bild vom Alter in der Gesellschaft ist oft geprägt von einem zunehmenden Abbau körperlicher und geistiger Fähigkeiten. In der Tat ist das Nachlassen der Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit insbesondere im hohen Alter (ab 80-85 Jahre) mit zunehmenden Einschränkungen verbunden und ältere Menschen sind im schnelllebigen Alltag Vorurteilen und nicht selten auch Diskriminierungen ausgesetzt.  

Das Alter bietet aber auch vielfältige Chancen zur Entwicklung und Möglichkeiten des „erfolgreichen Alterns“. Ziel der gerontologischen Psychologie ist die Erforschung des Alterns in all seinen Facetten, um für Menschen im dritten (ab etwa 65 Jahre) und vierten (ab etwa 80 Jahre) Lebensabschnitt ein Umfeld zu schaffen, in dem diese glücklich altern und sich in späteren Lebensphasen Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung eröffnen.  

Zudem versucht Sie, die vielfältigen Kompetenzen und den reichhaltigen Schatz an Lebenserfahrung älterer Menschen gewinnbringend in gesellschaftliche Entwicklungsprozesse einzuflechten.  

Eine besondere Relevanz erlangt die Alterswissenschaft, wenn sie in den Kontext des demografischen Wandels gerückt wird. Der demografische Wandel bezeichnet einen Megatrend, ausgelöst durch das gleichzeitige Sinken der Geburtenraten und Steigen der Lebenserwartung 

Dieser Trend hat zur Folge, dass sich das Durchschnittsalter in den kommenden Jahrzehnten immer weiter nach hinten verschieben wird. Diese Entwicklung ist in Deutschland bereits in vollem Gange. Daher wird der Arbeitsmarkt zukünftig eine große Nachfrage an akademisch qualifizierten Psychologie-Absolvent*innen mit Kompetenzen in diesem Bereich nach sich ziehen.   

Junge Menschen unterhalten sich

Ihre Lerninhalte in der Bachelor-Vertiefung Psychologie des Alters & demografischer Wandel

Grundlagen von Alter und demografischem Wandel
In diesem Modul lernen Sie unterschiedliche Aspekte der Altersforschung in ihrer ganzen Breite kennen. Als Studierende*r erhalten Sie Einblicke in die vielfältigen Problemstellungen und Forschungsgegenstände des Themenfelds. Dies umfasst unter anderem sozialpsychologische Fragen, wie den Umgang mit gesellschaftlich verankerten Altersstereotypen. Aber auch andere psychologische Fragestellungen des Alters, wie etwa die Veränderung von Denkleistungen und des emotionalen Erlebens, die Analyse physiologischer Alterungsprozesse sowie auch die Frage nach Bedingungen “erfolgreichen Alterns“ stehen im Mittelpunkt. Zudem werden interdisziplinäre Forschungsfelder im Bereich des demographischen Wandels thematisiert. Auch werden Sie Ihre Kompetenzen im wissenschaftlichen Arbeiten durch selbstständige Literaturrecherchen und Analysen schärfen und Ihr Wissensrepertoire durch ein eingängiges Verständnis wichtiger relevanter Theorien erweitern. 
Kognitive Trainings- und Demenzprophylaxe
Demenz ist eine Krankheit, die zum momentan Stand des medizinischen Fortschritts leider nur palliativ, also durch das Gesundsheitswesen bestenfalls symptomlindernd behandelbar ist. Auch wenn Demenz weiterhin als nicht heilbar gilt, gab es in den letzten Jahren und Jahrzehnten enorme wissenschaftliche Fortschritte im Umgang mit dieser Krankheit. Ziel dieses Moduls ist es nicht nur, Sie mit grundlegenden Trainings- und Behandlungsmethoden für Demenzbetroffene bekannt zu machen, sondern auch evidenzbasierte Risikoanalyse- und Präventionsmaßnahmen zu vermitteln, um einer Demenzerkrankung vorzubeugen. In diesem Zusammenhang werden Sie verschiedene Formen kognitiver Trainings zur Förderung unterschiedlicher Denkleistungen (z.B. Gedächtnis, flexibles Denken) kennenlernen und dabei auch einen Einblick in neue digitale Angebote kognitiver Trainings für ältere Menschen erhalten.   
Gesundheitsförderung im Alter
Sie erhalten in diesem Modul Einblick in erfolgversprechende Wege, Gesundheit im fortgeschrittenen Alter etwa im Bereich der Bewegungsförderung zu stärken und auf psychischer Ebene schmerz- und symptomlindernd auf chronifizierte Krankheitsbilder einzuwirken. Dabei geht es zum einen um den Erhalt und die Förderung von Gesundheit durch Stärkung und Aktivierung individueller Ressourcen (Stichwort Resilienz), als auch die palliative Milderung bestehender Leiden etwa durch Beratungs- und Diätangebote. Durch das erworbene Wissen zu aktuellen gerontopsychologischen Forschungsergebnissen, werden Sie dazu in die Lage versetzt, eine grundlegende Einschätzung zur Lage und Effizienz der momentanen gesundheitlichen Versorgung älterer Menschen vorzunehmen. 
Soziale Teilhabe im Alter
Soziale Isolation und damit verbundene Einsamkeit stellen für viele Menschen in hohem Alter ein Problem dar. Die Anzahl sozialer Kontakte reduziert sich und die eigene Mobilität nimmt stark ab. Dabei hängen soziale Isolation und Einsamkeit nicht nur mit einem reduzierten psychischen Wohlbefinden zusammen. Auch die körperlichen Folgen sind gut erforscht. So erhöht negativ empfundene Einsamkeit die Gefahr von Herzinsuffizienz und Schlaganfällen im Alter. In diesem Modul werden Sie daher die Ursachen und Folgen von Einsamkeit im Alter analysieren und Konzepte zur gesellschaftlichen Teilhabe in unterschiedlichen Kontexten entwickeln. Zu erfolgversprechenden Maßnahmen zählen beispielsweise intergenerationale Projekte im Wohnbereich, oder die ehrenamtliche Mitwirkung von älteren Menschen in öffentlichen Institutionen. 

Ihre Karriere in der Gerontopsychologie

Der demografische Wandel ist ein Megatrend – mit einschneidenden Veränderungen im Gesundheitswesen, dem Arbeitsmarkt, der unternehmerischen Leistungsgestaltung und vielen weiteren Bereichen.

Das statistische Bundesamt rechnet vor: Seit 1973 übersteigt die Zahl der Gestorbenen jene der Neugeborenen. Damit ist effektiv eine Schrumpfung der Gesellschaft seit nunmehr 40 Jahren zu beobachten.

Diese Entwicklung trifft auf eine kontinuierlich steigende Lebenserwartung aufgrund medizinischen Fortschritts und persönlichen Wohlstands. Hatten 65-jährige Frauen im Zeitraum 1871/1881 noch eine Lebenserwartung von 10 Jahren, so ist diese in 2017/2019 bereits auf 21 Jahre angestiegen. Momentan steht Deutschland nach Schätzungen der Vereinten Nationen mit einem Durchschnittsalter von etwa 46 Jahren an fünfter Stelle weltweit.

Der Data-Provider Statista prognostiziert, dass im Jahr 2060 knapp 37% der deutschen Bevölkerung älter als 60 Jahre sein wird.

Die Folgen einer verschobenen Bevölkerungspyramide sind gravierend. Der demografische Wandel zieht eine wahre Kettenreaktion an makroökonomischen und gesundheitspolitischen Herausforderungen nach sich:

  • So trifft ein gesteigerter Pflegeaufwand älterer Patient*innen auf eine sinkende Anzahl an Pflegekräfte.
  • Aufgrund der niedrigen Geburtenraten gibt es weniger Bildungsnachwuchs, was sich auf die allgemeine Wettbewerbsfähigkeit auswirkt.
  • Die Anforderungen an eine sichere Mobilität wachsen, da immer mehr Menschen im hohen Alter am Straßenverkehr teilnehmen.
  • Für unser Sozialsystem gilt, dass zukünftig weniger Beitragszahler*innen die Rente einer zunehmenden Anzahl von Rentnerinnen und Rentnern tragen werden.
  • Da Krankheiten in höherem Alter ganz unvermeidlich häufiger auftreten, wachsen die Kosten unseres Gesundheitssystems.

Um diesen Herausforderungen in aller Breite erfolgreich zu begegnen, benötigen wir speziell geschulte Nachwuchskräfte, die über vertiefte Kenntnisse und praxisrelevante Kompetenzen in der Psychologie des Alterns verfügen.

Es geht aber nicht nur darum, die Konsequenzen des demografischen Wandels abzufedern, sondern diese Entwicklung auch als Chance zu begreifen. Wie Sie das anstellen, erfahren Sie im Abschnitt „Diese Aufgaben können Sie übernehmen“.

Der demografische Wandel ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess, der auch vor keiner Berufsbranche Halt macht. Jedes Unternehmen muss sich aufgrund gesamtwirtschaftlicher Verkettungen den Herausforderungen dieses Megatrends stellen.

Dementsprechend vielfältig gestaltet sich die Liste potentieller Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber – mit einem Fokus auf Organisationen im Gesundheitswesen. Folgende Unternehmen suchen gezielt nach Absolventinnen und Absolventen mit akademischem Knowhow in Gerontologie und Entwicklungspsychologie der Lebensspanne:

  • Ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen
  • Neurologische / geriatrische Kliniken und Psychiatrien
  • Rehabilitations- und Kurzentren
  • Psychosoziale Beratungsstellen
  • Gemeinden, Kommunen und Städte
  • Personalabteilungen privatwirtschaftlicher Unternehmen
  • Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstitute
  • Volkshochschulen

So vielfältig die Menschen, so vielfältig auch die Aufgaben in der Alterswissenschaft. Mit dem Bachelorschwerpunkt „Psychologie des Alters und demografischer Wandel“ entscheiden Sie sich für eine hochverantwortungsvolle Karriere und eine der größten Herausforderungen unserer Bevölkerung.

Nachfolgend finden Sie beispielhafte Tätigkeiten aus der Praxis der angewandten Psychologie des Alters:

  • Sie konzipieren psychologisch fundierte Kampagnen, um gesellschaftlich verankerte Altersstereotype und -vorurteile abzubauen.
  • Sie wenden wissenschaftliche Methoden der Altersforschung an, um beispielsweise die Bedürfnisse und Ziele der Best Ager aufzudecken und zu fördern.
  • Sie führen evidenzbasierte Trainingsmethoden mit Demenzkranken durch, um das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen.
  • Aufgrund Ihrer vertieften Kenntnisse über die Entwicklung und Bedürfnisse im Alter, beraten Sie öffentliche und private Träger zu Möglichkeiten der Gesundheitsförderung und sozialen Teilhabe für ältere Menschen.
  • Sie entwickeln passgenaue Beratungs-, Bewegungs- und Ernährungsangebote für Senioren, um typischen Einschränkungen im Alter präventiv entgegenzuwirken.
  • Sie entwickeln Wissensmanagement-Formate, damit der reichhaltige Erfahrungsschatz von berenteten Arbeitnehmerinnen und -nehmern im Unternehmen nicht verloren geht.
  • Sie konzipieren und evaluieren psychologisch orientierte Trainingsprogramme in unterschiedlichen Bereichen der angewandten Altersforschung (z.B. Denken, Bewegung, soziale Teilhabe).

Der Bachelor Angewandte Psychologie kann aktuell nicht die Voraussetzungen für eine zukünftige Tätigkeit als psychologischer Psychotherapeut schaffen. Diese Ausbildung ist gesetzlich geregelt und erfordert derzeit noch einen universitären Hochschulabschluss inklusive spezieller Kurse zum Thema klinische Psychologie.

Abgesehen von den Richtlinienverfahren wie Verhaltenstherapie oder Psychoanalyse eröffnen sich Ihnen durch das Studium an der DHGS vielfältige Einsatzmöglichkeiten, für welche dringend qualifizierter Nachwuchs benötigt wird.

So können Sie beispielsweise im betrieblichen Gesundheitsmanagement, in der Suchtberatung, im Business Coaching oder im Bereich Familien- und Paartherapie arbeiten.

Hier bekommen Sie nähere Informationen zu den Richtlinienverfahren.

Unser Qualitätsversprechen

Der Studiengang ist staatlich anerkannt durch die Berliner Senatskanzlei, institutionell akkreditiert durch den Wissenschaftsrat und systemakkreditiert durch die FIBBA. Damit wird der Abschluss den höchsten Ansprüchen gerecht und bewegt sich auf demselben Niveau wie die akademischen Grade von staatlichen Hochschulen und Universitäten.

Unsere Kooperationspartner

Zur Sicherung des Praxisbezugs im Studium kooperiert die DHGS mit renommierten Organisationen der Gesundheitsbranche. Diese Organisationen schreiben regelmäßig Stellenangebote exklusiv für DHGS-Studierende aus (z.B. dual-kooperative Stellenangebote oder Werkstudentenstellen).

FAQ – Häufige Fragen

Der Schwerpunkt Psychologie des Alters und demografischer Wandel ist Teil des Bachelorstudiengangs Angewandte Psychologie.

Die Spezialisierung Psychologie des Alters und demografischer Wandel umfasst 4 Kursmodule mit insgesamt 24 ECTS.

Sie können in Vollzeit und in Teilzeit studieren. Aufgrund unseres flexiblen Blended Learning Konzeptes können Sie das Voll- oder Teilzeitstudium ohne Probleme berufsbegleitend oder in Form eines dual-kooperativen Studiums absolvieren.

  • Nutzen Sie die hohe Flexibilität und studieren Sie berufsbegleitend bzw. beginnen Sie ein dual-kooperatives Studium bei uns (auch in Teilzeit möglich)!
  • Studieren Sie bequem über unsere E-Learning-Plattform und nutzen Sie multimedial gestaltete Lerninhalte für optimale Lernfortschritte!
  • Profitieren Sie von 10 Tagen Präsenzseminaren und lernen Sie von echten Branchenexpert*innen aus der Praxis!
  • Verbessern Sie Ihre praktischen Fähigkeiten mithilfe einer Vielzahl an praxisorientierten Fallstudien.

Der Studiengang wird an folgenden Orten angeboten:

Der Studiengang ist zulassungsfrei und kann ohne NC (Numerus Clausus) studiert werden. Die allgemeinen Voraussetzungen zur Aufnahme des Bachelorstudiums beschränken sich auf die Fachhochschulreife beziehungsweise die allgemeine Hochschulreife. Aber auch das Studieren ohne Abitur mit Berufserfahrung ist möglich. Erfahren Sie mehr dazu unter Bachelor Zulassungsvoraussetzungen.