Master-Schwerpunkt

Betriebliche Suchtprävention

in Angewandte Psychologie M.Sc.

  • Karriere als Suchtbeauftragter
  • Flexibel neben dem Beruf studieren
  • 5 praxisnahe Module mit 30 ECTS

Master-Schwer­­punkt­­

Betriebliche Suchtprävention

in Angewandte Psychologie M.Sc.

  • Karriere als Suchtbeauftragter
  • Flexibel neben dem Beruf studieren
  • 5 praxisnahe Module mit 30 ECTS

Kompetenzen für die betriebliche Suchtberatung

Sie begreifen Süchte als Krankheit und nicht als Charakterschwäche? Sie haben ein Herz für Suchtkranke und möchten diese aus dem gefährlichen Strudel von Arbeitsplatzverlust und sozialem Abstieg befreien? Herzlich willkommen in der Master-Vertiefung Betriebliche Suchtprävention!

In dieser Spezialisierung erwarten Sie fünf Module, die in ausgewogenem Verhältnis aus Theorie und Praxis vermittelt werden. Folgende Lerninhalte stehen auf der Agenda: Modelle und Theorien der Suchtpsychologie, Diagnostik bei Sucht, Suchtprävention, betriebliche Suchtprävention und suchtpräventive Handlungskompetenzen.

An der DHGS studieren Sie im Blended Learning Format, ein flexibles Fernstudium mit vertiefenden Präsenzseminaren. Dieser Ansatz bietet Ihnen genug Freiraum, um die Master-Vertiefung Betriebliche Suchprävention berufsbegleitend oder als dual-koopratives Studium zu absolvieren – und zwar ohne dabei auf den sozialen Austausch in Präsenzveranstaltungen verzichten zu müssen.

Im Folgenden finden Sie Informationen über Lernfelder, Karrierechancen und weitere Aspekte. Fordern Sie gerne unsere gratis Infobroschüre an, falls Sie das Studium interessant finden.

Was ist betriebliche Sucht­prävention?

Betriebliche Suchtprävention beschreibt personen- und institutionsbezogene Maßnahmen zur Vor- und Nachbeugung von Suchterkrankungen am Arbeitsplatz.

Eine besondere Relevanz erfährt dieser Tätigkeitsbereich im Rahmen steigenden Leistungsdrucks am Arbeitsplatz, der aktuell durch digitale Transformationsprozesse nur noch weiter befeuert wird. Betroffene zeigen eine hohe Komorbidität zu psychiatrischen Erkrankungen wie Burnout, Depression oder Angststörung.

Diese verheerende Kombination ist für den Suchtkranken und das Unternehmen eine besondere Belastung.

Dabei fallen die meisten Fehltage und Produktivitätseinbußen dem Alkohol zum Opfer. Aber auch der Konsum von leistungssteigernden Drogen, beruhigenden Tranquilizern und nicht-stoffgebundenen Süchten (unter anderem Arbeitssucht, Spielsucht, Internetsucht), die häufig zum Füllen einer inneren Leere missbraucht werden, dürfen nicht außer Acht gelassen werden.

In großen Konzernen ist der entsprechende Ordnungsrahmen meist in Form einer Betriebsvereinbarung abgebildet. Bei der Umsetzung betrieblicher Suchtprävention kommt Führungskräften und Personalmanagern eine Schlüsselrolle zu.

Diese müssen krankheitsbegünstigende Risikofaktoren in der Unternehmensstruktur, den betrieblichen Prozessen und des Betriebsklimas erkennen und entsprechende gesundheitsförderliche Maßnahmen auf den Weg bringen.

Junge Menschen unterhalten sich

Ihre Lerninhalte im Master-Schwerpunkt Betriebliche Sucht­prävention

Modelle & Theorien der Suchtpsychologie

Für eine erfolgreiche Suchtprävention sind fundierte Kenntnisse über die Funktionsweise und Verläufe von Abhängigkeiten unerlässlich.

In diesem Modul erwerben Sie vertieftes Wissen über psychologische, gesellschaftliche und neurobiologische Aspekte des Konsums und Missbrauchs von Suchtmitteln, Abhängigkeitserkrankungen und deren individuellen, sozialen und ökonomischen Folgen.

Sie lernen Modelle der Suchtpsychologie ebenso kennen, wie die aktuellen Kenntnisse über den Umfang der Verbreitung des Suchtmittelkonsums. Darüber hinaus kennen Sie die Wirkmechanismen von psychoaktiven Substanzen und Verhaltensweisen mit Abhängigkeitspotential sowie deren Einfluss auf die Suchtproblementstehung.

Weiterhin befassen Sie sich mit den sozialen Normen, den Geschlechtsunterschieden, ebenso wie den kulturellen und gesellschaftlichen Aspekten des Suchtmittelkonsums.

Diagnostik bei Sucht

Anfänglich lernen Sie Konsumverhaltensmuster im individuellen und kollektiven Setting zu erfassen. Zudem können Sie universelle Gesundheitsrisiken, die im Zusammenhang mit Suchtproblemen stehen, erkennen, einschätzen und bemessen.

Sie verfügen über tiefgreifendes Wissen bezüglich diagnostischer Zugänge und Prozesse, um substanzbezogene Probleme und komorbide Störungen zu ermitteln. Ferner sind Sie in der Lage, die spezifischen Besonderheiten in der individuellen Diagnostik von Suchtproblemen kritisch zu reflektieren und zur Suchtprävention Vorschläge zum verantwortungsvollen Suchtmittelumgang zu unterbreiten.

Ihre praktischen Kompetenzen in der diagnostischen und motivierenden Gesprächsführung kommen Ihnen bei der Diagnose von Suchtproblemen unter Anwendung standardisierter Verfahren zu Gute. Darüber hinaus beherrschen Sie die Grundlagen systemischer Diagnostik im Bereich der Sucht und können diese differenziert beurteilen.

Suchtprävention

Das Modul Suchtprävention, befähigt Sie primäre, sekundäre und tertiäre Prävention zu gestalten. Sie lernen die theoretischen Grundlagen der Prävention von psychologischen Problemen.

Zudem sind Sie in der Lage, die individuellen und gesellschaftlichen Ursachen von Substanzmissbrauch zu unterscheiden und einzuordnen. Sie sind mit den Wirkfaktoren der Prävention von Suchtproblemen vertraut und können daraus individuell zugeschnittene Präventionsmaßnahmen ableiten.

Außerdem können Sie Stressprävention und Ressourcenorientierung als Ansatz zur Suchtprävention einsetzen. Ferner können Sie die Rechte und Pflichten der beteiligten Akteure im Bereich der Prävention verständlich erläutern, ebenso wie die gesetzlichen Grundlagen zum Besitz und Konsum von psychoaktiven Substanzen sowie dem Glückspielrecht.

Betriebliche Suchtprävention

Sie verfügen über fundiertes Wissen zum betrieblichen Gesundheitsmanagement und wissen um die Bedeutung abgestimmter Maßnahmen und Strategien.

Basierend auf organisatorischen Rahmenbedingungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen aus dem Bereich der Suchtforschung, können Sie betriebliche Maßnahmenpakete zur Suchtbekämpfung entwickeln und umsetzen.

Dabei berücksichtigen Sie auch aktuelle Trendthemen wie Überalterung, Fachkräftemangel und Digitalisierung. Sie kennen die gesetzlichen Rahmenbedingungen für entsprechende Betriebsvereinbarungen und gesundheitsförderlicher Maßnahmen in Unternehmen.

Im Einklang mit diesen, können Sie nachhaltige und passgenaue Angebote für suchtkranke Mitarbeiter realisieren.

Suchtpräventive Handlungskompetenzen

Das Modul vermittelt Handlungskompetenzen im Bereich Suchtprävention.

Dabei erwerben Sie Wissen über anerkannte Ansätze und evaluieren Präventions- und Interventionsprogramme im Bereich der Suchtvorbeugung. Hinterher können Sie Aussagen zur Machbarkeit, Praxisrelevanz und Wirksamkeit der Programme treffen.

Zusätzlich werden Sie in die Lage versetzt, suchtpräventive Programme selbst zu entwickeln, umzusetzen und den Erfolg zu messen. Weiterhin sind Sie mit der wissenschaftlichen Bewertung von Maßnahmen vertraut und kennen die Bedeutung von evidenzbasierten Leitlinien der praktischen Arbeit und können diese anwenden.

Zu guter Letzt eignen Sie sich Kompetenzen an, die auf die Arbeit mit Angehörigen von Menschen abzielen, die an Abhängigkeitserkrankungen leiden.

Ihre Karriere in der betrieblichen Sucht­prävention

Sucht am Arbeitsplatz wird häufig versteckt und ignoriert. Dabei ist sie allgegenwärtig – mit oft dramatischen sozialen und wirtschaftlichen Folgen für den Süchtigen. Der Arbeitgeber leidet vor allem an den zahlreichen Krankheitstagen und nicht funktionierender Geschäftsprozesse, an denen der Suchtkranke beteiligt ist.

Laut einer Studie der Deutschen Angestellten-Krankenkasse trinken 80% der Arbeitnehmer Deutschlands Alkohol. Ganze vier Millionen legen ein riskantes Trinkverhalten an den Tag. Jeder 13te konsumiert alkoholische Getränke sogar während der Arbeitszeit. Ergänzend dazu werden 6,5 Millionen Menschen den Nikotinabhängigen zugeordnet.

Einen wahren Aufschwung haben die nichtstoffgebundenen Süchte im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung erlebt. Die Jagd nach Likes, Selbstbestätigung, einer idealisierten Scheinwelt und dem schnellen Geld birgt erhebliches Suchtpotential. Jeder Dritte nutzt Social Media Plattformen zu privaten Zwecken innerhalb der Arbeitszeit. Jeder 14te Beschäftigte vertreibt sich die Arbeitszeit zwischenzeitlich mit Computerspielen. Weitere relevante Süchte sind in der Glückspielsucht, Arbeitssucht, Sexsucht und der Sucht nach zuckerhaltigen Lebensmitteln (Junkfood) zu finden.

Ein großes Problem: Produkte werden heute so konzipiert, dass sie bewusst über suchtfördernde Mechanismen verfügen, um maximalen Profit zu erzielen. Die Arbeit von Suchtberatern, Suchtbeauftragten und betrieblichen Gesundheitsmanagern in der Suchtprävention und bei Interventionen kann daher gar nicht hoch genug gewürdigt werden.

Das Studium in der betrieblichen Suchtprävention bietet Ihnen die Möglichkeit für gesellschaftlich angesehenen Organisationen zu arbeiten. Abgesehen davon ist auch eine Selbständigkeit als Sucht- und Drogenberater, Business Coach oder Suchttherapeut im Bereich des Möglichen.

Im Nachfolgenden finden Sie eine Auswahl an Arbeitgebern, die für Sie in Frage kommen:

  • Personalabteilungen von mittelständischen Unternehmen und großen Konzernen
  • Psychiatrien und Entzugskliniken
  • Selbständigkeit als Suchtberater oder Suchttherapeut
  • Hochschulen, Universitäten und Forschungsinstitute
  • Hilfeverbände (Blaues Kreuz, Diakonie, Caritas)
  • Krankenkassen
  • Unternehmensberatungen

Der Master mit Fokus Betriebliche Suchtprävention stellt Ihnen eine verantwortungsvolle Karriere als Suchtbeauftragter, betrieblicher Gesundheitsmanager, Personalmanager, Suchtpsychologe oder Suchtberater in Aussicht.

Im Folgenden finden Sie mögliche Tätigkeiten, die Sie in der beruflichen Praxis übernehmen können:

  • Sie können Mitarbeiterbeobachtungen und –Befragungen durchführen, um Suchtverhalten und psychiatrische Erkrankungen am Arbeitsplatz aufzudecken.
  • Sie können empirische Forschungen zum Erfolg spezifischer Suchtpräventionsprogramme anstellen.
  • Sie können Abhängigkeitserkrankungen bei einzelnen Mitarbeitern diagnostizieren und vertrauensvolle, positive bestärkende Gespräche mit den Betroffenen führen.
  • Sie können wirksame Maßnahmen zur Suchtbekämpfung in Betrieben realisieren, wie zum Beispiel Personalentwicklungsaktivitäten oder eine Umverteilung von Arbeitslast.
  • Sie können die Betriebsvereinbarungen um entsprechende Paragraphen zur Eindämmung des Substanzmittelmissbrauchs erweitern.
  • Sie registrieren Mobbing-Aktivitäten im betrieblichen Kontext, die begünstigend auf eine Abhängigkeitserkrankung wirken, und können diese dauerhaft unterbinden.
  • Sie entdecken krankmachende Stressoren in der Unternehmensstruktur und mildern die negativen Auswirkungen durch präventive Maßnahmen ab, um einer möglichen Medikamentenabhängigkeit vorzubeugen.
  • Sie können Angehörige suchtkranker Menschen coachen, damit sie das erkrankte Familienmitglied besser unterstützen können.
  • Sie können maßgeschneiderte Interventionsprogramme für Arbeitssüchtige entwickeln und deren Erfolg messen.
  • Sie können Führungskräfte und Personalbearbeiter hinsichtlich betrieblicher Suchtprävention sensibilisieren und fortbilden.

Seit der Novellierung des Psychotherapeutengesetzes hat sich eine neue Situation ergeben, die aber erst einmal nur Studierende betrifft, die ihr Bachelor-Studium nach dem 1.9.2020 begonnen haben. Wenn Sie Ihr Bachelor-Studium vor dem 1.9.2020 begonnen hatten, gilt für Sie eine Übergangsregelung, d.h. Sie können mit einem Masterabschluss an der DHGS innerhalb der nächsten 11 Jahre eine Approbation nach den alten Vorschriften erwerben. Die Auslegung der Zulassung obliegt dabei den Bundesländern, d.h. in den verschiedenen Bundesländern wird das Gesetz jeweils etwas unterschiedlich ausgelegt. Mehr Informationen erhalten Sie gerne bei einem unverbindlichen Beratungstermin.

Abgesehen von den Richtlinienverfahren wie Verhaltenstherapie oder Psychoanalyse eröffnen sich Dir durch das Studium an der DHGS vielfältige Einsatzmöglichkeiten, für welche dringend qualifizierter Nachwuchs benötigt wird.

So kannst Du beispielsweise im betrieblichen Gesundheitsmanagement, in der Suchtberatung, im Business Coaching oder im Bereich Familien- und Paartherapie arbeiten.

Hier bekommst Du nähere Informationen zu den Richtlinienverfahren.

Unser Qualitäts­versprechen

Der Studiengang ist staatlich anerkannt durch die Berliner Senatskanzlei, institutionell akkreditiert durch den Wissenschaftsrat und systemakkreditiert durch die FIBBA. Damit wird der Abschluss den höchsten Ansprüchen gerecht und bewegt sich auf demselben Niveau wie die akademischen Grade von staatlichen Hochschulen und Universitäten.

Unsere Kooperations­partner

Zur Sicherung des Praxisbezugs im Studium kooperiert die DHGS mit renommierten Organisationen der Gesundheitsbranche. Diese Organisationen schreiben regelmäßig Stellenangebote exklusiv für DHGS-Studierende aus (z.B. dual-kooperative Stellenangebote oder Werkstudentenstellen).

FAQ – Häufige Fragen

Die Spezialisierung Betriebliche Suchtprävention umfasst 5 Kursmodule mit insgesamt 30 ECTS.

Sie können in Vollzeit und in Teilzeit studieren. Aufgrund unseres flexiblen Blended Learning Konzeptes können Sie das Voll- oder Teilzeitstudium ohne Probleme berufsbegleitend oder in Form eines dual-kooperativen Studiums absolvieren.

  • Nutze die hohe Flexibilität und studiere berufsbegleitend bzw. beginne ein dual-kooperatives Studium bei uns (auch in Teilzeit möglich)!
  • Studiere bequem über unsere E-Learning-Plattform und nutze multimedial gestaltete Lerninhalte für optimale Lernfortschritte!
  • Profitiere von 10 Tagen Präsenzseminaren und lerne von echten Branchenexperten aus der Praxis!
  • Verbessere Deine praktischen Fähigkeiten mithilfe einer Vielzahl an praktischen Fallstudien.

Der Studiengang wird an folgenden Orten angeboten:

  • Berlin: Franklinstraße 28-29, 10587 Berlin
  • Ismaning/München: Steinheilstraße 4, 85737 Ismaning
  • Unna: Heinrich-Werner-Platz 1, 59427 Unna
  • Frankfurt: Wiesenhüttenplatz 25, 60329 Frankfurt am Main
  • Hamburg: Teilfeld 5, 20459 Hamburg

Der Studiengang Angewandte Psychologie Master of Science ist zulassungsfrei und kann ohne NC (Numerus Clausus) studiert werden. Die allgemeinen Voraussetzungen zur Aufnahmen des Masterstudiums beschränken sich auf ein abgeschlossenes Bachelorstudium im Bereich Angewandte Psychologie mit einem Volumen von 210 CPs. Fehlende Credit Points können über Praktika oder Vormodule aufgeholt werden. Hier finden Sie nähere Informationen zu den Master Zulassungsvoraussetzungen.

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