Zwischen Hörsaal und Meistertrikot: Luca Dreßlers Spagat zwischen Etappenziel Deutscher Meister und dem Plan für danach.

Luca Dreßler (*2002) ist professioneller Gravel-Fahrer und Student im Bachelor Sport und angewandte Trainingswissenschaften an der DHGS.
Er jagt Weltcup-Podien und den Deutschen Meistertitel – Ziele, die bis zu 30-Stunden-Trainingspensum pro Woche erfordern. Ein Spagat, der an klassischen Universitäten unmöglich wäre. Wir sprachen mit ihm darüber, wie das semi-virtuelle Modell der DHGS diesen Spagat nicht nur zulässt, sondern aktiv fördert.
„Ich war noch nicht fertig mit dem Sport“
Laura Geck: Luca, du hast den Sprung vom Straßenradsport zum Gravel-Profi geschafft. Dazwischen lag ein entscheidender Moment. Du warst kurz davor aufzuhören, oder?
Luca Dreßler: Ja, ich habe nicht ganz den Sprung nach oben, also in das Tour-de-France-Team geschafft. Eigentlich habe ich immer gesagt Ok, nach der U23-Zeit, wenn es dann nicht ganz klappt mit der Profikarriere, dann höre ich auf. Aber da war mein physisches Level irgendwie noch viel zu gut und irgendwie hatte ich auch das Gefühl, ich bin noch nicht fertig mit dem Sport. Da kam mir das Gravel wie eine Chance vor.

Der entscheidende Tipp:
Warum das DHGS-Modell funktioniert
Laura Geck: Ein klassisches Präsenzstudium wäre bei diesem Trainingspensum unmöglich gewesen. Wie bist du auf die DHGS aufmerksam geworden?
Luca Dreßler: Ein langjähriger Freund von mir war dieses Jahr mein Teamkollege und studiert jetzt im sechsten Semester bei euch. Und ich wusste, dass der das ganz gut händelt mit dem Studium. Dass er sich weiter voll auf den Sport konzentriert, und kein Problem hat, nebenbei das Studium noch zu machen. Dann war ich so Ok, das hört sich alles sehr gut an und war schnell überzeugt.

Mehr als Flexibilität:
„Man fühlt sich verstanden“
Laura Geck: Dein Trainingsumfang ist extrem hoch. Welche Features der DHGS sind für dich im Alltag unverzichtbar?
Luca Dreßler: Absolut unverzichtbar sind die Aufzeichnungen der virtuellen Vorlesungen. So kann ich sie von überall aus anschauen, auch wenn ich im Ausland oder im Trainingslager bin.
Laura Geck: Abgesehen von der reinen Logistik – was ist der größte Unterschied zu einer normalen Hochschule, der dir als Leistungssportler hilft?
Luca Dreßler: Das ist dieses Gefühl…sonst hat man manchmal direkt so ein „Oh, wenn ich jetzt schon wieder sag, ich kann da nicht, …“ oder sowas, ein bisschen ein schlechtes Gefühl, eben. Und an der DHGS ist das eher so ein „Ok, der macht es nicht, weil er keinen Bock hat, sondern der macht das halt, weil es nicht anders geht.“. Man fühlt sich verstandener!

Der Plan für die Karriere nach der Karriere
Laura Geck: Warum hast du dich explizit für den Studiengang „Sport und angewandte Trainingswissenschaften“ entschieden?
Luca Dreßler: Mir war dann relativ schnell klar, dass ich auch nach der Karriere im sportlichen Bereich bleiben möchte, egal, wann dieses ‚nach der Karriere‘ ist. Ich weiß jetzt noch nicht, ob ich sag hey, ich möchte wirklich als Trainer arbeiten oder vielleicht als sportlicher Leiter. Oder halt auch noch mal in eine tiefer greifende Richtung gehe, eher was mit Wissenschaft und Leistungsdiagnostik. Was mir aber klar war, war, ich möchte auf jeden Fall in dieser Sport-, Radsportrichtung bleiben.

Das große Ziel:
„Jeder sieht, EY, der ist Deutscher Meister“
Laura Geck: Du hast jetzt einen 2-Jahres-Profivertrag. Was ist das eine große Ziel, auf das du hinarbeitest?
Luca Dreßler: Was auch so ein kleiner Traum von mir ist, ist mal deutscher Meister zu werden. Wenn du nationaler Meister wirst, darfst du ein Sondertrikot fahren. Heißt, wenn ich deutscher Meister werde, krieg ich ein weißes Trikot mit Deutschlandstreifen auf der Brust und kann damit ein Jahr so rumfahren. Jeder sieht: „EY, der ist deutscher Meister!“ . Und das ist halt dann schon ein Privileg… das wär mir noch viel wichtiger, als nur zu sagen: „Ich bin Deutscher Meister.“

Autorin
Laura Geck
Mitarbeitende für Kommunikation & Events
Laura verbindet redaktionelles Feingefühl mit einem Blick für wirkungsvolle Kommunikation. Ob für Marketingkampagnen, Blogbeiträge oder Events – sie sorgt dafür, dass aus Ideen lebendige Inhalte werden. Neben ihrer Arbeit widmet sie sich mit viel Motivation ihrem Psychologiestudium, sammelt Reiseerlebnisse rund um die Welt und probiert mit Begeisterung jede außergewöhnliche Eissorte, die ihr begegnet.
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