Interview
Simon Heidenreich

Interview
Simon Heidenreich

Simon Heidenreich ist schon seit seinem dritten Lebensjahr auf dem Eishockeyfeld zu Hause. Er spielte durchgehend im Nachwuchs der höchsten deutschen Ligen, seit nunmehr fünf Jahren spielt er als Profi bei den Starbulls Rosenheim. Zusätzlich bildet er als Trainer zukünftige Leistungssportler aus. An der DHGS absolviert er derzeit den Studiengang Sport & angewandte Trainingswissenschaft im 7. Semester. Wir haben ihn gebeten, uns einige Fragen rund um sein Studium bei der DHGS und dessen Vereinbarkeit mit dem Profisport zu beantworten.

DHGS: Was sind Deine nächsten sportlichen Zielstellungen?

SIMON HEIDENREICH: Eines meiner Ziele für die nächste Zeit ist es, mit den Starbulls Rosenheim zum Ende der Saison 2020/2021 den direkten Aufstieg in die DEL2 zu schaffen. Um dies zu erreichen, steht täglich ein knallhartes und intensives Training auf dem Programm. Durch die Corona-bedingte Verschiebung des Starts der Oberliga werden die Spiele in noch kürzerem Rhythmus stattfinden. Wir rechnen mit drei Spielen pro Woche bis zu den Playoffs im März.

DHGS: Welche Module im Studium waren/sind für Dich am interessantesten?

SIMON HEIDENREICH: Am interessantesten fand ich Sportmedizin I und II, Trainingswissenschaft III (Leistungsdiagnostik) und Trainingswissenschaft IV (Trainingsplanung- und periodisierung). Des Weiteren sind alle Module mit Erhebungsmethoden und Statistik für mich ebenfalls sehr interessant, da ich gerne Arbeiten und Studien lese bzw. schreibe. Momentan starte ich ins 7. Semester und freue mich auf den Schwerpunkt Prävention, Rehabilitation und Regeneration, da dort auf Sportverletzungen und Physiotherapie eingegangen wird.

DHGS: Konntest Du erworbene Inhalte aus dem Studium auch für Dein Training nutzen?

SIMON HEIDENREICH: Ich bin lizensierter B-Schein Trainer beim Deutschen Eishockey-Bund und trainiere seit vier Jahre die U9 als Cheftrainer, sowie die U7 als Co-Trainer bei den Starbulls Rosenheim. Da helfen mir alle Module von Trainingswissenschaft über Pädagogik bis zu Sportpsychologie bei den Kleinen und deren Eltern. Außerdem kann ich alle Inhalte des Studiums im Off-Ice und On-Ice Training verwenden und umsetzen. Ich habe mir auch neue Inhalte für das spielerische Lernen und Techniktraining aus verschiedenen Kursen angeeignet. Für das „Strength and Conditioning“ Training der U20 waren die Sportmedizinkurse und die Trainingswissenschaftskurse ebenfalls sehr hilfreich.

DHGS: Was sind Deine größten Herausforderungen während des Studiums?

SIMON HEIDENREICH: Als Leistungssportler gebe ich immer 110 %, das entspricht meiner Mentalität und Einstellung. Es ist eine Herausforderung, den trainingsintensiven Leistungssport Eishockey, meine Tätigkeit als Nachwuchstrainer und das Studium miteinander zu vereinen und dies noch auf höchstem Level.
Dieser Herausforderung stelle ich mich jedoch gerne. Sie benötigt Hingabe und ein hohes Maß an Selbstverantwortung. Trotz allem macht es mir aber Spaß und ich möchte die Aufgabe unter allen Umständen bestmöglich bewältigen.

DHGS: Welche Unterstützungen seitens der DHGS sind für Dich zum erfolgreichen Abschluss sehr wichtig?

SIMON HEIDENREICH: Die DHGS stellt auf ihrem Portal alle Lerninhalte digital zur Verfügung. Dies erfolgt extrem professionell und übersichtlich. Für mich ist das extrem wichtig, da ich die langen Busfahrten zu den Auswärtsspielen zum Lernen nutze. Außerdem kann ich jederzeit in Kontakt mit den Dozenten treten, sei es telefonisch oder per E-Mail. Bei Fragen sind sie immer für mich erreichbar. Die Studierendenkanzlei ist hervorragend aufgestellt. Auch der Austausch mit Dozenten in Zeiten von Corona über Microsoft Teams funktioniert problemlos. Die Dozenten nehmen sich immer Zeit, um Fragen zu beantworten und einem bestmöglich weiter zu helfen.

DHGS: Was möchtest Du Leistungssportlern, die zukünftig an der DHGS studieren, als wichtigen unterstützenden Hinweis mitgeben?

SIMON HEIDENREICH: Als Leistungssportler lernt man schon in sehr jungen Jahren mit Druck umzugehen, dies ist der Organisation von Studium und Sport nur zuträglich. Dass die Lerninhalte des Studiums an der DHGS mit nur drei Präsenzphasen pro Semester gut von zu Hause aus erarbeitet werden können, ist ein weiterer Vorteil. Ich rate aber jedem Studierenden, die Präsenzphasen zu nutzen, um vor Ort
in der Hochschule die Dozenten kennenzulernen, mit ihnen zu sprechen und auch den direkten
Kontakt mit den Kommilitonen zu nutzen. Das „Online-Studium“ bedeutet ein großes Maß an
Disziplin und Eigenverantwortung, welche bei einem Leistungssportler aber grundsätzlich vorhanden
sein müssen, wenn er Erfolg in seinem Sport haben will.

Wir freuen uns über das positive Feedback von Simon Heidenreich und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg für den Aufstieg in die DEL2.