Bachelor-Schwerpunkt

Suchtpsychologie

in Angewandte Psychologie B.Sc.

  • Suchtberater werden
  • 3 praxisnahe Module mit 18 ECTS
  • Flexibel neben dem Beruf studieren
Eine Suchtpsychologin bei der Beratung ihres Patienten.

Bachelor-Schwer­­punkt­­

Suchtpsychologie

in Angewandte Psychologie B.Sc.

  • Suchtberater werden
  • 3 praxisnahe Module mit 18 ECTS
  • Flexibel neben dem Beruf studieren

Vorstellung des Schwerpunktes Sucht­psychologie (Bachelor)

Suchterkrankungen sind keine Charakterschwächen, sondern ernsthafte psychische Erkrankungen, die mit einem großen Leidensdruck für die Betroffenen und deren Umgebung einhergehen. Wenn auch Du suchtkranken Menschen dabei helfen möchtest von stoffgebundenen oder nicht-stoffgebundenen Süchten loszukommen, solltest Du Dir das Schwerpunkt-Studium Suchtpsychologie genauer ansehen.

Die Vertiefungsrichtung Suchtpsychologie ist Teil des Bachelorstudiums Angewandte Psychologie. Sie wartet mit zwei Spezialmodulen auf, die Dir den Weg in die Suchtberatung ebnen. In diesem Zusammenhang eignest Du Dir die Grundlagen der Suchtpsychologie an und lernst anschließend professionelle Suchtberatung an realen Fallstudien anzuwenden. Mit einem ergänzenden Wahlpflichtfach hast Du die Möglichkeit einen weiteren individuellen Schwerpunkt zu setzen.

Profitiere in diesem Zusammenhang auch von unserem flexiblen Blended Learning Konzept – ein praxisnahes Fernstudium mit Präsenzseminaren. Dieses Studienkonzept bietet Dir genug Freiraum, um Suchtpsychologie berufsbegleitend oder als duales Studium zu absolvieren.

Zusätzlich zu Ihrem Bachelorabschluss in Psychologie erhalten Sie ein CAS (Certificate of Advanced Studies) in der Suchtpsychologie.

Informiere Dich jetzt auf dieser Seite über die konkreten Lernfelder im Schwerpunkt Suchtpsychologie, Deine Karrierechancen und vieles mehr! Fordere gerne auch unser Infomaterial zum Bachelor-Studiengang Angewandte Psychologie an oder lasse Dich kostenlos von unseren Experten beraten.

Was ist Sucht­psychologie?

Die Suchtpsychologie ist ein Anwendungsfeld der Psychologie, der Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen. Sie erforscht die Ursachen von Suchterkrankungen und fahndet gezielt nach wirksamen Therapiemöglichkeiten und präventiven Maßnahmen.

Ein großer Teil der Suchterkrankungen ist den stoffgebundenen Süchten nach Alkohol, Tabak, Beruhigungsmitteln oder illegalen Drogen wie Kokain oder Heroin zuzuordnen.

Auf der anderen Seite existieren Verhaltenssüchte wie Glücksspielsucht, Computerspielsucht oder Arbeitssucht, die in ihrer Ausprägung ebenfalls therapiebedürftig werden können.

Gemeinsam haben alle Suchterkrankungen eine Fehlsteuerung des Belohnungssystems im Gehirn. Der Schwerpunkt Suchtpsychologie an der DHGS bereitet Dich auf anspruchsvolle Tätigkeiten wie psychologische Diagnostik, Drogenberatung, oder Entgiftung vor.

Junge Menschen unterhalten sich

Deine Lern­inhalte im Schwer­punkt Suchtpsychologie

Grundlagen der SuchtpSYCHOLOGIE

In diesem Modul lernst Du zuerst die psychologischen und gesellschaftlichen Aspekte des Substanzkonsums und die Wirkmechanismen der psychotropen Stoffe kennen.

Anschließend beschäftigst Du Dich detailliert mit psychisch-bedingten Abhängigkeiten. Am Beispiel von Alkoholismus lernst Du den Unterschied zwischen normalem und schädlichem Gebrauch und befasst Dich mit der Architektur des Störungsbildes sowie der Definition dieser Abhängigkeitsstörung.

Neben psychoaktiven Substanzen bekommst Du auch praxisrelevanten Input zu abhängigen Verhaltensweisen wie Glücksspiel-, Internet-, Kauf- oder Sexsucht.

Zum Schluss widmen wir uns psychologischen Themen, die im Zusammenhang mit Abhängigkeiten stehen. Dazu zählen das gemeinsame Auftreten von Suchtstörung und anderen psychiatrischen Erkrankungen, die Prävention und Behandlung sowie die Rolle von Angehörigen Suchterkrankter.

Praxisfelder der Suchtprävention

Die Hilfemaßnahmen bei schädlichem Substanzgebrauch bzw. problematischen Verhaltensweisen können unterschiedlichen Zielen folgen. Das allgemeine Behandlungsziel ist in der Regel die Erreichung der Abstinenz.

Alternativ kann aber als Ziel ein kontrollierter Konsum der psychotropen Substanz gesetzt werden. Das Ziel des Moduls ist, dass Du die grundlegenden Prinzipien beratungspsychologischer Interventionen bei suchterkrankten Menschen lernst.

Vorläufig gestellte Diagnosen können durch die Auswahl und Anwendung suchtspezifischer differentialdiagnostischer Maßnahmen verifiziert bzw. falsifiziert werden.

Du bist in der Lage, dieses grundlegende Wissen für die Planung und Umsetzung der notwendigen, einzuleitenden Maßnahmen zu integrieren.

Ergänzungsfach der angewandten Psychologie

Das Ergänzungsfach bietet Dir die Möglichkeit den Lehrplan auf Deine individuellen Interessen hin zu personalisieren. Dir stehen sechs Fächer zur Auswahl:

In „Notfallpsychologie & Krisenmanagement“ beschäftigst Du Dich mit psychischen Traumata und den passenden Möglichkeiten zur Krisenintervention.

Im Modul „Beratung & Coaching“ eignest Du Dir die Fähigkeiten zur psychologischen Beratung an. Diese kann Du in den verschiedensten Kontexten einsetzen wie z.B. in der Suchtberatung, Paarberatung oder in der Führungskräfteentwicklung.

In der „Klinischen Kinder- und Jugendpsychologie“ lernst Du typische Störungen im Kindes- und Jugendalter zu diagnostizieren.

Das Modul „Interkulturelle Psychologie“ vermittelt Dir wertvolle Kompetenzen im Umgang mit Menschen fremder Kulturen – sei es auf klinischer Ebene oder auf der Geschäftsebene.

Deine Karriere in der Suchtberatung

Sucht ist keine Randerscheinung in Deutschland. Viele Menschen sind davon befallen. Neben den schweren gesundheitlichen Folgen und erheblichen Einschränkungen beim sozialen Leben, verursachen Drogen und Suchtmittel hohe volkswirtschaftliche Kosten.

Gemäß einer repräsentativen Erhebung des Bundesgesundheitsministeriums gibt es in Deutschland etwa 1,6 Millionen Alkoholiker, sowie 2,3 Millionen Medikamentenabhängige und 600.000 Konsumenten illegaler Drogen.

Doch nicht nur die Zahlen bei den stoffgebundenen Süchten sind alarmierend. Auch die Verhaltenssüchte erleben einen Aufschwung. Im Falle von 560.000 Onlineabhängigen liegen die Ursachen unter anderem bei der Digitalisierung und der Globalisierung.

So wirken die Mechanismen von Social Networks gezielt auf das Suchtzentrum. Mobiles Internet führt dazu, dass jederzeit mit wenig Anstrengung dem Suchtverhalten nachgegangen werden kann. Darüber hinaus existieren circa 500.000 pathologische Spieler in Deutschland, die mit der rasanten Verbreitung von Online-Kasinos und Online-Wettanbietern nur noch ein paar Klicks vom Glücksspiel entfernt sind.

Diese Zahlen untermauern den hohen Bedarf an Suchtpsychologen für den Arbeitsmarkt. Somit kann von einem zukunftssicheren Tätigkeitsfeld ausgegangen werden.

Der Bachelor Angewandte Psychologie mit Schwerpunkt Suchtpsychologie kann aktuell nicht die Voraussetzungen für eine zukünftige Tätigkeit als Psychologischer Psychotherapeut schaffen. Diese Ausbildung ist gesetzlich geregelt und erfordert derzeit noch einen universitären Hochschulabschluss inklusive spezieller Kurse zum Thema klinische Psychologie.

Abgesehen von den Richtlinienverfahren wie Verhaltenstherapie oder Psychoanalyse eröffnen sich Dir durch das Studium an der DHGS vielfältige Einsatzmöglichkeiten, für welche dringend qualifizierter Nachwuchs benötigt wird.

So kannst Du beispielsweise im betrieblichen Gesundheitsmanagement, in der Suchtberatung, im Business Coaching oder im Bereich Familien- und Paartherapie arbeiten.

Hier bekommst Du nähere Informationen zu den Richtlinienverfahren.

Suchterkrankungen sind weit verbreitet. Dementsprechend groß ist der Kreis an potentiellen Arbeitgebern für akademisch qualifizierte Suchtpsychologen. Hier stellen wir Dir eine kleine Auswahl an möglichen Arbeitgebern vor, die in Deiner beruflichen Zukunft eine Rolle spielen könnten:

  • Psychiatrische Kliniken und Krankenhäuser: z.B. als Psychologischer Mitarbeiter zur Krisenintervention bei Suchtkranken.
  • Wohngruppen und Heimen: z.B. als persönlicher Betreuer für drogenabhängige Menschen
  • Hilfsorganisationen: z.B. als Psychologische/r Berater/in bei Suchtverhalten.
  • Selbstständigkeit in eigener Praxis: z.B. als Suchtberater/in
  • Unternehmensberater: z.B. als Business Coach zum Thema Gesundes Unternehmen und Gesundes Führen.
  • Bildungsunternehmen: z.B. als Coach und Trainer zum Thema Suchtprävention
  • Forschungsinstitute: z.B. als Wissenschaftler für die Ursachenforschung im Drogenkonsum
  • Industrieunternehmen: z.B. als Mitarbeiter/in im betrieblichen Gesundheitsmanagement

Mit einer anwendungsbezogenen psychologischen Ausbildung, wie sie an der Deutschen Hochschule für Gesundheit und Sport praktiziert wird, bist Du universell einsetzbar und für viele Unternehmen ein interessanter Kandidat. In der Suchtprävention kannst Du beispielweise folgende Aufgaben übernehmen:

  • Du widmest Dich der Anamnese und Diagnostik von Suchterkrankungen bei Patienten.
  • Du unterstützt bei der Entgiftungs- und Entwöhnungsbehandlung von Drogenabhängigen.
  • Du führst Krisenintervention in Notfallsituationen durch, wie zum Beispiel bei schweren Schicksalsschlägen oder Überdosen.
  • Du berätst Betroffene und Angehörige zu den Therapiemöglichkeiten bei Suchterkrankungen.
  • Du erstellst psychiatrische Gutachten für suchtkranke Patienten und verfasst ihre Therapieanträge.
  • Du entwickelst Therapiepläne und dokumentierst und evaluierst den Behandlungserfolg einer Suchttherapie.
  • Du klärst Leistungssportler über Doping und den damit verbundenen psychischen und körperlichen Langzeitschäden auf.
  • Du führst Firmenschulungen auf dem Gebiet der Suchtprävention im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements durch.
  • Du recherchierst und verfasst Fachartikel über aktuelle Entwicklungen und Trends in der Suchtpsychologie.
  • Du forscht empirisch zu den Ursachen von Suchtverhalten.

Unser Qualitäts­versprechen

Der Studiengang ist staatlich anerkannt durch die Berliner Senatskanzlei, institutionell akkreditiert durch den Wissenschaftsrat und systemakkreditiert durch die FIBBA. Damit wird der Abschluss den höchsten Ansprüchen gerecht und bewegt sich auf demselben Niveau wie die akademischen Grade von staatlichen Hochschulen und Universitäten.

Unsere Kooperations­partner

Zur Sicherung des Praxisbezugs im Studium kooperiert die DHGS mit renommierten Organisationen der Gesundheitsbranche. Diese Organisationen schreiben regelmäßig Stellenangebote exklusiv für DHGS-Studierende aus (z.B. duale Stellenangebote oder Werkstudentenstellen).

FAQ – Häufige Fragen

Die Spezialisierung Suchtpsychologie umfasst 3 Kursmodule mit insgesamt 18 ECTS.

Du kannst in Vollzeit und in Teilzeit studieren. Aufgrund unseres flexiblen Blended Learning Konzeptes kannst Du das Voll- oder Teilzeitstudium ohne Probleme berufsbegleitend oder in Form eines dualen Studiums absolvieren.

  • Nutze die hohe Flexibilität und studiere berufsbegleitend bzw. beginne ein duales Studium bei uns (auch in Teilzeit möglich)!
  • Studiere bequem über unsere E-Learning-Plattform und nutze multimedial gestaltete Lerninhalte für optimale Lernfortschritte!
  • Profitiere von 10 Tagen Präsenzseminaren und lerne von echten Branchenexperten aus der Praxis!
  • Verbessere Deine praktischen Fähigkeiten mithilfe einer Vielzahl an praktischen Fallstudien.

Den Schwerpunkt Suchtpsychologie kannst Du an folgenden Orten absolvieren:

Der Studiengang ist zulassungsfrei und kann ohne NC (Numerus Clausus) studiert werden. Die allgemeinen Voraussetzungen zur Aufnahme des Bachelorstudiums beschränken sich auf die Fachhochschulreife beziehungsweise die allgemeine Hochschulreife. Aber auch das Studieren ohne Abitur mit Berufserfahrung ist möglich. Erfahre mehr dazu unter Bachelor Zulassungsvoraussetzungen.

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